SPD-Fraktion besuchte Wohnungslosenhilfe der kreuznacher diakonie - Respekt vor wichtiger sozialer Arbeit

Sozialpolitik

Bad Kreuznach

Über die Arbeit der Wohnungslosenhilfe der kreuznacher diakonie informierten sich Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion um deren Vorsitzenden Carsten Pörksen im Rahmen eines Ortstermins in der Kurhausstraße 12. Das Geschäfts- und Tätigkeitsfeld der Wohnungslosenhilfe ist ein Bereich der Stiftung kreuznacher diakonie. Insbesondere denen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder bereits wohnungslos sind, bietet die Wohnungslosenhilfe sowohl ambulante als auch stationäre Hilfen.

Aufgabe ist es, die betroffenen Menschen in ihren besonderen und schwierigen Lebenslagen zu begleiten. Der Mensch als Individuum stehe dabei im Mittelpunkt, auf allen Ebenen der Organisation, machte Geschäftsbereichsleiterin Theresa Feldmann-Wüstefeld deutlich. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, sei es wichtig, Klientinnen und Klienten in ihrer menschlichen Einzigartigkeit zu akzeptieren und ihnen im Rahmen der Angebote der Wohnungslosenhilfe jede mögliche individuelle Unterstützung zu geben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gingen dabei gezielt auf die unterschiedlichen Ansprüche von Frauen und Männern ein, erfuhren die Sozialdemokraten bei ihrem Besuch.

Respekt und Mitgefühl seien die Grundvoraussetzung um Menschen in existenzieller Not gezielt helfen zu können. Ziel der sozialen Arbeit sei es, den Menschen, die in den Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe Beratung und Unterstützung suchten, ein möglichst selbstbestimmtes Leben in Würde zu ermöglichen und sie in der gesellschaftlichen Integration zu unterstützen. Es gehe um Hilfe für die Menschen, die oftmals nicht in der Lage sind, ihre rechtlichen Ansprüche selbst durchzusetzen. Diesen soll ihre Handlungsfähigkeit zurück gegeben werden. Sie sollen lernen, ihr Leben wieder selbstständig zu gestalten, um so am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Stationäre Hilfen wie etwa die Eremitage in Bretzenheim, die Notunterkunft, ambulante Formen der Hilfe, das dezentrale stationäre Wohnen dokumentieren die ganze Vielfältigkeit und individuelle Begleitung der unterstützenden Hilfen. Nach dem Informationsteil wurde sich noch rege über sozial- und wohnungsbaupolitische Fragen ausgetauscht. Einig war man sich, dass Politik - auch in Bad Kreuznach und in der Region, ein zentrales Augenmerk auf bezahlbaren Wohnraum legen müsse. Dies bedeute die klare Prioritätensetzung in Richtung des öffentlichen, sozialen Wohnungsbaus. Feste Quoten seien hier unerlässlich.

Der Markt reguliere hier nichts, gerade nicht im Sinne von Menschen mit geringem Einkommen oder von Wohnungslosigkeit betroffene Personen. Der Mitarbeiter der Wohnungslosenhilfe Berthold Trierweiler hatte für die Sozialdemokraten einige statistische Zahlen vorbereitet, aus denen deutlich wurde, wie erfolgreich die Wohnungslosenhilfe arbeitet. Gerade die Komplexität der individuellen Problemlagen und Hilfebedarfe, erfordere sehr viel Ausdauer. Diese sei unerlässlich, für den Erfolg der Arbeit der Wohnungslosenhilfe. Von besonderer Bedeutung sei nicht zuletzt die Vielfalt und die Individalität der Hilfsangebote, betonten Trierweiler und Geschäftsführung Theresa Feldmann-Wüstefeld gegenüber den SPD-Mitgliedern.

Einen praktischen Einblick in die Arbeit der Wohnungslosenhilfe gab die örtliche Leitung Doris Häfner-Kairo. Sie schilderte aus ihrem Erfahrungshintergrund Lebensläufe und Ursachen, die zur Wohnungslosigkeit führen können. Dazu gehörten persönliche Lebenskrisen, Suchtprobleme, Armut und psychische Belastungsfaktoren genauso wie der angespannt Wohnungsmarkt. Einig war man sich, dass die Angebote der Wohnungslosenhilfe eine stabile Finanzierungsgrundlage im Rahmen von Regelfinanzierungen brauchen. So wichtig und dringend notwendig Spenden seien, diese könnten jedoch nie öffentliche Verpflichtungen ersetzen.

Im Austausch wurde betont, dass die Sätze der Vergütung der wichtigen sozialen Arbeit mit wohnungslosen Menschen kostendeckend sein müssen. Man wünsche sich hier seitens der Sozialbehörden einen realistischen Blick. Erwähnt wurde exemplarisch vor allem die Unterbringung in der Notunterkunft, hieß es. Die Sozialdemokraten zeigten sich tief beeindruckt von der sozialen Arbeit, die die Wohnungslosenhilfe in vorbildlicher Weise leiste. Dies verdiene den ausdrücklichen Respekt und alle sozialpolitische Unterstützung. Im Austausch wurde insbesondere betont, dass der Aspekt der Prävention und der Vorbeugung vor Wohnungslosigkeit einen zentralen Stellenwert haben müsse. Hier könnten etwa vorgehaltene Beratungsstellen vor Ort eine hilfreiche Unterstützung sein.

 

Homepage SPD Kreisverband Bad Kreuznach

 

Kirner Wetter

 

WebsoziInfo-News

18.08.2019 17:31 Abbau des Soli darf kein Entlastungsprogramm für Millionäre sein
SPD-Fraktionsvize Post stellt klar, unter welchen Bedingungen die SPD-Fraktion zu einer kompletten Abschaffung des Solidaritätszuschlags bereit wäre: höhere Einkommen- und Reichensteuer für Topverdiener.  „Wir sollten in der Koalition jetzt das machen, was wir gemeinsam vereinbart haben und den Soli für 90 Prozent der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abschaffen. Das ist kein Pappenstiel, den wir da planen,

13.08.2019 09:33 Wir gegen rechts – Demokratische Ordnung stärken und verteidigen
Im Kampf für Demokratie und Freiheit will die SPD härter gegen Rechtsextremismus vorgehen – und für mehr Schutz vor rechter Gewalt sorgen. Die Demokratie müsse sich „viel konsequenter“ wehrhaft zeigen, heißt es im Beschluss des SPD-Präsidiums. In sieben Punkten soll die demokratische Ordnung gestärkt werden. Es geht um die Zerschlagung rechter Netzwerke, das Waffenrecht und

13.08.2019 08:53 Die Union muss endlich beim Klimaschutzgesetz liefern
Blockieren, verzögern, ablehnen – die Union will beim Klimaschutz nicht wirklich handeln, sondern nur schön reden, kritisiert SPD-Fraktionsvize Miersch. Er fordert von CDU/CSU ein schlüssiges Gesamtkonzept zum Klimaschutz. „Wir können es uns nicht länger leisten, am Sonntag Klimaschutz zu predigen und in der Woche die konkrete Umsetzung zu blockieren. Bisher verhindert die Union den notwendigen

11.08.2019 09:36 Wollen keine milliardenschweren Steuergeschenke verteilen
SPD-Fraktionsvize Achim Post lobt den Gesetzentwurf des Bundesfinanzministeriums zur Reform des Solidaritätszuschlags. Er stellt klar: Eine vollständige Abschaffung lehnt die SPD-Fraktion ab. „Mit dem Gesetzentwurf zur weitgehenden Abschaffung des Soli hält die Koalition Wort und entlastet Millionen von Bürgerinnen und Bürgern. Gerade auch Berufstätige mit niedrigerem oder mittlerem Einkommen profitieren davon. Zusammen mit den weiteren Entlastungen etwa

08.08.2019 08:54 150 Jahre Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei – SDAP „Die Eisenacher“
Zum Jahrestag der Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei – SDAP „die Eisenacher“ erklären der SPD-Geschichtsbeauftragte Dietmar Nietan und die Sprecher/innen des Geschichtsforums Kristina Meyer und Bernd Rother: Feinde der offenen Gesellschaft missbrauchen gegenwärtig in den Landtagswahlkämpfen in Ostdeutschland die großartigen Leistungen der Ostdeutschen für die friedliche demokratische Revolution in der damaligen DDR. In diesen Tagen erinnern wir uns

Ein Service von info.websozis.de

 

Counter

Besucher:962438
Heute:18
Online:1